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Warum eine Unternehmensberatung?

Wozu brauche ich eine Unternehmensberatung und welche ist die richtige? Um diese Frage zu beantworten, gibt Ihnen dieser Beitrag acht Gedanken an die Hand. Denn gute Beratung kostet Geld und Zeit und will sich nicht als falsche, sondern richtige und nachhaltige Investitionsentscheidung herausstellen.

Die Welt wird immer komplexer: Themen wie Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, Controlling, Umweltaspekte, Produktionstechnologie und vieles mehr bewegen sich mit dem globalen Markt. Dieser stetige Wandel erfordert regelmäßig neue, teils wechselnde Kompetenzen. Denn gerade Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung oder der Klimawandel sind hochkomplex und verändern unser Zusammenleben grundlegend – und damit auch unser Wirtschaften.

Megatrends nicht mit Überforderung, sondern mit Agilität und Offenheit begegnen

Das Tempo zieht an, die Anforderungen an Unternehmen steigen schneller, als die Kompetenzen wachsen. Besonders Mittelständler mit begrenzten Ressourcen können von einer solchen Überforderung betroffen sein und müssen dies erkennen, um gegenzusteuern. Denn nur wer den Bedürfnissen des Marktes gerecht wird, kann in diesem Bestand haben.

Folglich braucht es eine Offenheit gegenüber Veränderungen. Welche Veränderungen und Entwicklungswege die richtigen sind, lässt sich gut mit externen, extra darauf spezialisierten Akteuren erörtern. Deren Impulse helfen dabei, den Herausforderungen unserer Zeit mit Fokus und einer aktiven Haltung zu begegnen.

Make-or-Buy Entscheidung: Fokus auf das Kerngeschäft schafft Raum für den Erfolg

Oft verhält sich dies ähnlich wie mit einer Make-or-Buy Entscheidung: Denn oftmals ist es günstiger, die Lösung eines bestimmten Problems an einen Dienstleister outzusourcen, statt eigene Kapazitäten dafür aufzubauen und vorzuhalten. Ein klassisches Beispiel der letzten Jahre dafür findet sich in den Geschehnissen rund um die DSGVO. Statt einen teuren Juristen anzustellen, wurden Kanzleien oder Online-Angebote zur Gestaltung und Überprüfung der Datenschutzerklärung der Website eingekauft.

Besonders mittelständische Unternehmen mit besagten begrenzten Ressourcen konnten so das Problem schnell und schmerzlos aus der Welt schaffen und sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Gerade diese Möglichkeit, sich auf die Umsatztreiber, Kernkompetenzen- und Projekte des eigenen Unternehmens zu fokussieren und andere lästige Themen wie Bürokratie und Co. abzuwehren, trägt enorm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei.

Doch was bei juristischen Themen wie der DSGVO alltäglich ist, gilt nicht für Fragen rund um Trends, Change Prozesse und dergleichen. Dabei kann sich hier genau demselben Vorteil bedient werden. Im Sinne einer Make-or-Buy Entscheidungen sind Unternehmensberatungen ein effektiver und effizienter, – wenn auch für den Mittelstand ungewohnter Weg, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Nicht von Klischees abschrecken lassen: Wie man „Bullshit-Beratung“ erkennt und vermeidet

Unternehmensberatungen können bei der Optimierung und strategisch nachhaltigen Ausrichtung effektiv und effizient helfen und Kapazitäten für die wirklich wichtigen Dinge schaffen. Doch so manches Klischee rund um Beratungsunternehmen schreckt von der Nutzung dieser Möglichkeiten ab. Zum Teil berechtigt, denn jedes Klischee hat irgendwo seinen Ursprung. Um den Klassiker zu nennen: Teure Berater kommen ins Unternehmen und Schauen lediglich auf die Zahlen, kündigen Mitarbeiter am laufenden Band und bauen das Unternehmen nach ihren Vorstellungen um – dies ist nur eines der vielen Horror-Szenarien, dass Mitarbeiter mit Unternehmensberatungen assoziieren.

Doch so muss es nicht sein. Man muss lediglich den richtigen Partner für sich und sein Unternehmen finden. Dies ist gar nicht so leicht, stehen die Leistungsmerkmale des gekauften Programmes leider nicht auf der Packung, wie man es von Software kennt. Um eine „Bullshit-Beratung“ von einer mehrwertstiftenden zu unterscheiden, gibt es eine Reihe von Aspekten, die man beachten sollte. Im Folgendem geben wir Ihnen eine Liste von Punkten, die Sie bei der Auswahl Ihrer Unternehmensberatung berücksichtigen sollten, um eine gute und nachhaltige Wahl zu treffen.

Wann brauche ich eine Unternehmensberatung und woran erkenne ich eine gute?

Um zu bestimmen, ob eine Unternehmensberatung einbezogen werden sollte, macht es Sinn, sich zu verdeutlichen, wobei eine Unternehmensberatung helfen kann. In den folgenden vier Blöcken werden die Vorteile einer Zusammenarbeit mit Unternehmensberatungen aufgegliedert und erläutert. Wenn Sie hier Anknüpfungspunkte sehen, kann es ratsam sein, die Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung in Erwägung zu ziehen.

    1. Betriebsblindheit bezwingen

    Die Verhaftung in das tägliche Tun bewirkt eingespielte Prozesse, die zwar funktionieren, jedoch nicht immer optimal sind. Allein aufgrund der Tatsache, dass im Alltag keine Räume zum Hinterfragen der eigenen Arbeit sind, kann Betriebsblindheit entstehen. Mitarbeiter merken in so einem Fall gar nicht mehr, ob ein Prozess gut ist oder nicht. Auch das berühmte „Das haben wir schon immer so gemacht“, birgt großes Potenzial für Betriebsblindheit und kann intern nur selten aufgebrochen werden.

    Hier kann ein Unternehmensberater helfen. Er kommt neu in das Unternehmen und nimmt alle Eindrücke frisch auf, beobachtet jeden Prozess, um ihn zu verstehen und beginnt dabei diesen zu hinterfragen. Da der Berater in einer Position ist, wo er eben dies soll, also Raum dafür bekommt, fällt es ihm und den Mitarbeitern, die mit ihm arbeiten, leicht unvoreingenommen an diese Aufgabe heranzugehen. Der Sinn des Beraters für das große Ganze, kombiniert mit dem Hinterfragen von Strukturen und Prozessen, führt zu neuen Impulsen, die eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens fördern.

      2.Vergleich mit Markt und Wettbewerb

      Unternehmensberatungen betreuen stets verschiedene Kunden. Der konkrete Berater für eine bestimmte Branche kennt sich bestens aus und weiß genau, was im Branchendurchschnitt gut läuft und was nicht. Er kann ihnen aufzeigen, wo Sie mit Ihrem Unternehmen im Vergleich stehen und ihnen den Wissensvorsprung verschaffen, den Sie zum Sprung an die Spitze oder zur Erhaltung des Status quo brauchen.

      Konkret kann der Berater Potenziale im Marktvergleich dargestellt und transparent machen. Er hat viele Betriebe und Prozesse gesehen und weiß was funktioniert und wie Sie die Veränderungen mit statt gegen die Mitarbeiter anstoßen können. Zudem führt der Blick für das große Ganze mitsamt der Markt-Kenntnis zu einer Grundlage, mit der sich die Entwicklung des Marktes und der Branche analysieren und prognostizieren lässt, was Sie zur Entwicklung einer langfristigen Strategie nutzen können.

        3. Rationalisierung der Mitarbeiterebene

        Die Beziehungen von Führungskräften zu ihren Mitarbeitern sind in den seltensten Fällen rein rational. Dies liegt in der Natur des Menschen begründet, der ein emotionales Wesen ist. Denn Menschen sind sozial und bilden über die Hierarchie des Unternehmens hinaus Strukturen aus. Seien es Freundschaften, Beziehungen oder Rivalitäten – sie alle verfälschen das Bild des wahren Ist-Zustandes und erschweren dessen Beurteilung für die Geschäftsführung, die letztlich auch aus Menschen besteht, die in dem sozialen Gefüge des Unternehmens tief verwurzelt sind.

        Der Unternehmensberater weiß, dass Informationen von Mitarbeitern verfälscht sein können, und genießt den Vorteil, nicht in den sozialen Gefügen gefangen zu sein. Er kann frei agieren und Transparenz schaffen, die Argumentation mit Zahlen, Daten und Fakten fördern, persönliche Interessen und Handlungen als diese erkennen und darstellen, um das Steuern und Optimieren auf einer möglichst rationalen, unbefangenen Ebene zu ermöglichen.

          4.Extrem hohe Umsetzungsgeschwindigkeit

          Während die eigenen Abteilungen mit dem Alltagsgeschäft beschäftigt sind, hat eine Unternehmensberatung nur einen Auftrag: Ihr Unternehmen auf Kurs bringen. Ihr Unternehmen analysieren und Vorschläge zur Optimierung erarbeiten. Es ist diese Freiheit, dieser zeitliche, mit Ressourcen und Know-how gefüllte Raum, der dem Berater ermöglicht, in sehr kurzer Zeit sehr viel zu schaffen.

          Zudem ist der Berater für genau diese Zwecke ausgebildet. Er bringt Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Projekten mit ein, weiß mit allerlei Menschenschlägen umzugehen und gestaltet mit dem Blick für das große Ganze. Dieser Umstand führt zu einer hohen Umsetzungsgeschwindigkeit, die in den Betriebszahlen und Ergebnissen messbar wird.

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            Woran erkenne ich, ob eine Unternehmensberatung zu mir passt?

            Wenn Sie überlegen, die Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung aufzunehmen, müssen Sie sich die Frage stellen, welcher Partner zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt. Denn Beratungen gibt es viele. Die Richtige zu finden ist die Kunst. Die folgenden vier Punkte können Ihnen bei der Orientierung helfen, schließen vor allem jedoch ungeeignete Akteure aus und bewahren Sie so vor dem vorher besprochenem Klischee.

              1. Fokus auf die Größen-Ordnung

              Historisch hat David zwar gegen Goliath gewonnen, doch fair war diese Auseinandersetzung definitiv nicht. Ähnlich verhält es sich mit der Zusammenarbeit von Unternehmen mit ihren Beratungen. Hier sollte eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe angestrebt werden, die nur möglich wird, wenn beide Parteien auch auf Augenhöhe sind. Große Namen wir McKinsey klingen zwar beeindruckend, sind beispielsweise jedoch nicht immer zwingend der richtige Partner für kleine oder mittelständische Unternehmen.

              Stattdessen kann eine so große Unternehmensberatung sogar schädlich sein. Konkret ergeben sich als Mittelständler zwei Probleme in der Zusammenarbeit mit so einem Riesen: Zum einem kostet die Beratungsleistung sehr viel Geld, zum anderen sind kleine oder mittelständische Unternehmen mit eingeschränkter Wirtschaftskraft keine relevanten Umsatztreiber für große Beratungen. Diese Kombination kann keine Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit im gegenseitigen Interesse sein.

              Besser ist es, ein Beratungsunternehmen zu wählen, das in der eigenen Größenordnung spielt; mit Beratern auf dem Level des Unternehmens, die dessen Probleme kennen und sich freuen, dieses als Kunden zu gewinnen und zu halten. Solche Berater, die sich mit den relevanten Themen auskennen, flexibel auf die Wünsche reagieren und in Ihrem Kunden eine wichtige Umsatzgröße sehen, werden mit einer ganz anderen Motivation und Haltung arbeiten als die Berater der großen Beratungen, denen es egal ist, ob sie einen kleinen Kunden verlieren oder nicht.

                2. Kein Systemverkauf, stattdessen individuelle Dienstleistungen

                Eine Unternehmensberatung, die es ernst meint, erkennt man u. A. daran, dass sie eine individuell zugeschnittene Beratungsleistung erbringt. Viele andere versuchen dasselbe Korsett über viele Unternehmen darüber zu stülpen, gehen auf Masse und lassen damit die Bedürfnisse des Kunden außen vor. Es sind genau diese Beratungen – meist große Akteure mit ihren skalierbaren Produkten, die das negative Klischee rund um Unternehmensberatungen zu verantworten haben.

                Stellen Sie sich daher folgende Fragen, wenn Sie in die ersten Gespräche mit einer Unternehmensberatung gehen: Versteht Ihr Ansprechpartner Sie und Ihre spezifischen Probleme? Kann die Beratung möglicherweise sogar Referenzprojekte mit Unternehmen in einer ähnlichen Ausgangslage vorweisen und so ihre Kompetenzen zur positiven Wendung Ihrer Situation untermauern? Wie individuell wird das Angebot für Sie gestaltet und finden Sie sich und Ihr Unternehmen, vor allem Ihre Mitarbeiter auf dem skizzierten Weg zur Veränderung wieder? Sollten Sie all diese Punkte für sich bejahen können, so sind Sie an etwas Gutem dran.

                3. Fokus auf den Change-Prozess – die Menschen nicht vergessen

                Es gibt die Theoretiker. Es gibt die Praktiker. Und es gibt die Akteure mit einer Hands-On Mentalität, die Theorie und Praxis verständlich vereinen und dabei den Faktor Mensch nicht vergessen. Diesen Faktor im Rahmen eines Change-Prozess zu unterschätzen ist einer der größte Fehler, der gemacht werden kann. Es macht daher Sinn, den Berater zu wählen, der zur eigenen Mentalität passt, mit dem die Zusammenarbeit gut funktioniert und Spaß macht, statt nur auf das Fachliche zu achten.

                Denn nur weil jemand 95 % liefern kann, heißt es nicht, dass auch 95 % ankommen. Achten Sie auf das Menschliche und die Fachkompetenz des Beraters. Fragen Sie sich, ob der Berater Sie und Ihre Mitarbeiter nachhaltig erreicht, sodass nicht nur möglichst viel in der Theorie geschieht. Jemand mit einer Hands-On Mentalität, der Ihnen und Ihren Mitarbeiter aktiv in ihrer Entwicklung zur Hand geht und nachhaltigen gemeinschaftlichen Wandel anstößt, ist die richtige Investition.

                4. Mit Struktur, Transparenz und umfassender Kommunikation zum Erfolg

                Eine professionelle Betreuung richtet sich an den realen Gegebenheiten und Notwendigkeiten aus, nicht nur an den Ideen auf dem Papier. Pläne, die an die Realität des Unternehmens und der Menschen in diesem angepasst sind, kombiniert mit einem strukturierten Vorgehen, sind essenzielle Grundlagen für eine erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit. Konkret heißt dies: Der Berater und sein Team haben ihre Hausaufgaben gemacht.

                In der Vorbereitung wurde eine gründliche Analyse erstellt, das Projekt transparent und verständlich kommuniziert und vorab mit allen Stakeholdern abgestimmt? Der Kick-off ist frühzeitig mit klarer Erwartungshaltung terminiert und geht einher mit einer Warm-up-Phase, also hilfreichem Informationsmaterial wie Checklisten und dergleichen? Alle sind von Anfang an Board, wissen, was auf sie zukommt und blicken dem Kommendem mit Spannung statt Sorge entgegen? Dann kann nichts mehr schief gehen.

                Der richtige Partner führt zum Erfolg

                Wenn Sie diese insgesamt acht Aspekte berücksichtigen, kann bei der Wahl des richtigen Partners eigentlich nichts mehr schief gehen. Eine weitere Möglichkeit zu filtern besteht darin, die Referenzen und Testimonials der jeweiligen Beratung zu sichten und zu prüfen, ggf. mit den Kunden auch direkt zu sprechen. Interviews mit Projektverantwortlichen können ein gutes Mittel sein, um einen Eindruck zu gewinnen. Wie die Zusammenarbeit von Harkort Consulting mit der DST Dauermagnet-System Technik GmbH gelaufen ist, können Sie beispielsweise hier nachlesen.

                Eine gute Unternehmensberatung befähigt ihren Kunden, den erreichten Stand zu erhalten und eigenständig weiterzuentwickeln. Es handelt sich also um eine Investition in den Aufbau von Kompetenzen im eigenen Unternehmen, wodurch sich ein gutes Beratungsunternehmen schließlich selbst überflüssig macht. Der Wissenstransfer in das Unternehmen wird erreicht und das Beratungsprojekt erfolgreich im Sinne des Kunden abgeschlossen. Dieses Qualitätsmerkmal unterscheidet die besten Unternehmensberatungen von ihrem Wettbewerb: Sie sind eine lohnende und nachhaltige Investition.

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